Modellbasierte Bauwerksprüfung: Mehr Sicherheit und Effizienz im Straße+Autobahn‑Artikel 02/2026 

Bild digitale Bauwerksprüfung mit m2ing

Modellbasierte Bauwerksprüfung: Mehr Sicherheit und Effizienz im Straße+Autobahn‑Artikel 02/2026 

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Auf den Sonderseiten Brückenbau & Brückenerhaltung erklären wir im Gastbeitrag „Modellbasierte Bauwerksprüfung sorgt für mehr Sicherheit und Effizienz“, wie sich die Brückenprüfung von derklassischen Zettelwirtschaft hin zur digitalen Erfassung am 3D‑Modell verändert. 

Vom Papier zum digitalen Zwilling 

In der Bauwerksprüfung bewegt sich etwas: Statt Risse per Hand zu kartieren, Fotos zu schießen und die Nummern nachträglich manuell Schäden zuzuordnen, erfassen Ingenieurinnen und Ingenieure Schäden mit m2ing direkt DIN 1076 und RI-EBW-Prüf konform im digitalen Zwilling. Fotos, Bewertungen und Zustandskennwerte werden direkt verknüpft. So entsteht ein durchgängiger, weniger fehleranfälliger und lückenlos nachvollziehbarer Datensatz über den gesamten Lebenszyklus des Bauwerks. 

Vom Pilotprojekt Hamburg zum Digitalen Zwilling Haupthafenroute 

In der Pilotstudie mit dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer Hamburg (LSBG) sowie der Hamburg Port Authority (HPA) wurde die modellbasierte Bauwerksprüfung mit der m2ing‑Plattform erstmals in der Praxis erprobt. Prüferinnen und Prüfer erfassten Schäden direkt in 3D‑Modellen über Tablets und Smartphones, auch offline. Die m2ing‑Lösung wurde gezielt an die Anforderungen modellbasierter Prüfprozesse angepasst, und ein standardisierter Workflow für Erfassung, Auswertung und Berichterstellung wurde etabliert. 

Im weiterführenden Projekt „Digitaler Zwilling Haupthafenroute“ (BMV, BIM Hamburg) wurden mehrere Brückenmodelle (Köhlbrandbrücke, Veddelkanalbrücke und Freihafenelbbrücke), sowie ein Straßenabschnitt (Veddeler Damm) zu einem Systemzwilling vernetzt. Durch die kontinuierliche Einbindung von Prüfdaten, Monitoring‑Informationen und Zustandsbewertungen entsteht so eine transparente Datenbasis für ein optimiertes Erhaltungsmanagement entlang der gesamten Route. 
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projekthomepage: Digitaler Zwilling Haupthafenroute

Praxiserkenntnisse für den Alltag der Brückenprüfung 

Der Artikel greift wichtige Lessons learned aus dem Feld auf: 

  • Eine intuitive, schnelle Bedienung ist entscheidend – Prüferinnen und Prüfer wollen lange Einarbeitungsphasen vermeiden. 
  • Offline‑Funktionalität ist ein Gamechanger bei mobiler Arbeit auf Brücken. 
  • Schäden lassen sich im 3D‑Modell deutlich leichter verorten und wiederfinden als in komplexen 2D‑Abwicklungen. 
  • Selbst bei Standardbrücken lohnt sich der Umstieg: Einfache Modelle oder Platzhaltermodelle erhöhen bereits Transparenz und Nachvollziehbarkeit. 
  • Offene Standards wie IFC und direkte Schnittstellen zum Systemzwilling sind essenziell, um erfasste Daten langfristig nutzbar und weiterverarbeitbar zu machen. 

Von der Idee zur Blaupause für die Zukunft 

Die m2ing‑Plattform fungiert als cloudbasiertes Werkzeug für digitales Bauwerksmanagement: Sie ermöglicht den Import bestehender Schadens‑ und Bestandsdaten, arbeitet mit offenen Schnittstellen und unterstützt relevanten Normen wie DIN 1076 für die Bauwerksprüfung. 

Der Beitrag in Straße+Autobahn 02/2026 zeigt, dass die modellbasierte Bauwerksprüfung kein Zukunftstraum mehr ist, sondern eine bereits umgesetzte Praxis – mit messbarem Mehrwert für Sicherheit, Effizienz und Transparenz. 

Der vollständige Artikel „Modellbasierte Bauwerksprüfung sorgt für mehr Sicherheit und Effizienz“ kann in diesem Blogpost als PDF im Anhang heruntergeladen werden. Er liefert eine praxisnahe Basis, um die Erfahrungen aus Hamburg als Anregung für die eigene Brückeninstandhaltung in Deutschland zu nutzen.